In ganz Europa gibt es in Bezug auf Gehalt, politische Macht und Einfluss eine große Kluft zwischen Männern und anderen Geschlechtern. Im Durchschnitt erhalten Frauen in Europa 16 Prozent weniger Gehalt als Männer – das entspricht zwei vollen Monaten unbezahlter Arbeit pro Jahr.

Gleichzeitig wird Millionen von Menschen mit Uterus das Recht verweigert, Entscheidungen über ihren eigenen Körper zu treffen. Menschen der LGBTTTQIA+ Gemeinschaft kämpfen ebenfalls für ihre Grundrechte auf Sicherheit, Familie und persönliche Autonomie.

Wir setzen uns ein für ein Europa, in dem niemand aufgrund seiner sexuellen Identität oder Orientierung diskriminiert wird.

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#hopeisback
#DeinEuropa

Wir fordern eine gesamteuropäische Leitlinie für gleiche Bezahlung (Equal Pay Standard, EPS), um die geschlechtsspezifische Diskriminierung am Arbeitsplatz zu beenden.

Der EPS wird Arbeitgeber daran hindern, die Abfrage vergangener Einkünfte als Grundlage für Lohnverhandlungen zu nutzen. Auf diese Weise müssen alle Arbeitgeber die Entlohnung notwendigerweise allein auf Grundlage der Qualifikation vornehmen.

Der EPS wird Arbeitgeber auch dazu verpflichten, eine interne Gehaltsliste zu veröffentlichen, um ein höheres Maß an Transparenz zu schaffen. Alle Mitarbeitenden werden Gehaltsunterschiede zwischen Kolleg*innen melden können und Arbeitgebende werden die vorhandenen Lohnunterschiede detailliert begründen müssen.

Wir werden für Geschlechterparität in allen Politikfeldern eintreten. Wir schlagen die Einführung einer europäischen Gleichstellungsklausel vor, die eine ausgewogene und faire Vertretung aller Geschlechter auf sämtlichen Ebenen der EU-Institutionen gewährleistet.

Der Vorschlag wird auch neue Standards für das Geschlechterverhältnis auf den Wahllisten der im Europäischen Parlament vertretenen Parteien festlegen.

Wir fangen bei uns selber an: die Kandidat*innen und der Vorstand von Demokratie in Europa sind mehrheitlich weiblich.

Wir glauben, dass die geschlechtsspezifische Unterdrückung in einem Mitgliedsstaat eine Bedrohung für marginalisierte Geschlechter in allen Ländern darstellt. Wir fordern deshalb eine gesamteuropäische Konvention über die reproduktiven Rechte, die jene Mitgliedstaaten sanktioniert, die Sicherheit, Schutz und reproduktive Autonomie nicht gewährleisten.

In der Konvention werden wir eine Reihe von Sofortmaßnahmen zur Förderung der reproduktiven Rechte fordern:

  1. freien und einfachen Zugang zu rezeptfreien Verhütungsmitteln
  2. Hygieneprodukte wie Tampons, Damenbinden und Menstruationstassen müssen erschwinglich und in Schulen, Universitäten, Arbeitsstätten und öffentlichen Räumen aller Art zugänglich sein
  3. Alle europäischen Menschen mit Gebärmutter sollten Zugang zu sicheren und legalen Abtreibungen erhalten und kostenlos darüber informiert werden
  4. Schwangere müssen Zugang zur Schwangerschaftsvorsorge samt kostenloser pränataler Tests, kostenloser Hebammenbetreuung und kostenfreier oder subventionierter Kurse zur Geburtsvorbereitung haben
  5. Personen, die vom Tod des Ungeborenen oder von einer Frühgeburt bedroht sind, müssen während der Schwangerschaft Anspruch auf voll bezahlten Urlaub haben.
  6. Eltern, auch wenn sie nicht erwerbstätig sind, sollen einen Anspruch auf 480 Tage Elternurlaub erhalten
  7. Außerhalb dieser 480 bezahlten Urlaubstage sollen Eltern das Recht haben, ihre Arbeitszeit zu reduzieren, um mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen zu können.

Die EU muss mehr Maßnahmen ergreifen, um geschlechtsspezifische Gewalt zu beenden. Wir werden uns für den Schutz und die Ausweitung der Istanbul-Konvention einsetzen, indem alle Mitgliedstaaten aufgefordert werden, den Schutz vor geschlechtsspezifischer Ausbeutung zu ratifizieren.

Wir werden außerdem dafür kämpfen, dass in allen Mitgliedsstaaten besondere Schutzvorkehrungen für Frauen, die fortgesetzt einem hohen Risiko ausgesetzt sind, verankert werden.

Alle von der EU bereitgestellten Einrichtungen für Asylsuchende müssen geschlechtsspezifische Einrichtungen bereitstellen, um Schutz vor Belästigung und sexuellen Missbrauch zu gewährleisten. Ausbeutung und Unterdrückung wegen des Geschlechtes müssen als Kriterium für einen Flüchtlingsstatus anerkannt werden.

Wir fordern gleiche Rechte und Privilegien für LGBTTTQIA+ Menschen. Wir werden uns dafür einsetzen, dass sämtliche EU-Mitgliedstaaten alle Ehen zwischen zwei Menschen anerkennen und ihnen Ehe-Privilegien garantiert werden.

Darüber hinaus werden wir uns dafür einsetzen, dass LGBTTTQIA+ Menschen das Recht haben, Kinder zu adoptieren. EU-Mitgliedstaaten sollen Personen anerkennen, die nicht unter die Heteronormativität fallen und freien Zugang zu Geschlechtsanpassungen garantieren.

Unsere Themen

Das vollständige Programm als PDF gibt es hier.